Kurzgeschichte: Die Königskinder – Zukunft der Gesellschaft

Georg Kirschstein

der koenig und seine untertanenEs war einmal ein König. In seiner Stadt herrschte große Armut und die Menschen in der Stadt waren verbittert und unzufrieden.

Eines Tages ließ der König alle Bewohner am Stadtplatz versammeln, um ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen. Gespannt und ängstlich richteten die Menschen ihre Blicke auf den König und waren neugierig auf die wichtige Mitteilung.

Der König sprach:

„Ich habe heimlich ein Königskind gegen eines eurer Kinder getauscht. Behandelt es gut. Sollte ich erfahren, dass meinem Kind Schlechtes widerfährt, werde ich den Schuldigen zur Rechenschaft ziehen!“

Dann kehrte der König auf sein Schloss zurück. Die Stadtbewohner fürchteten die Strafe, weil niemand wusste, welches das Königskind war. Deshalb begannen die Menschen, alle Kinder in der Stadt so zu behandeln, als wäre jedes einzelne das Königskind.

Es vergingen viele Jahre. Die Kinder wurden zu Erwachsenen und bekamen selber Kinder. Der mittlerweile alte König beobachtete mit Genugtuung die Entwicklung in seiner Stadt. Aus der früheren armen und schmutzigen Stadt wurde eine prachtvolle, weit über die Landesgrenzen bekannte Stadt. Es gab Krankenhäuser, Schulen, eine große Bibliothek …

Die Bewohner waren zufrieden und glücklich.

Und warum?

Weil alle Bewohner die Kinder in der Stadt mit viel Liebe gut erzogen haben. Da niemand wusste, welches Kind das Königskind war, wurde jedes in der Stadt so behandelt, als wäre es vom König. Kinder sind die Zukunft unserer Spezies.

Autor unbekannt

Auch wenn Erziehung sicher niemals perfekt vonstatten und zu viel Fürsorge auch immer nach hinten losgehen kann, so zeigt uns diese wunderbare Geschichte (wie ich finde), dass jede einzelne liebevolle Behandlung, die auch an Kinder weitergegeben wird, einen großen Einfluss auf die Zukunft der Gesellschaft hat.

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2 Kommentare

  1. Avatar

    So schön finde ich die Geschichte auch wieder nicht, obwohl sie wohl eine gute Botschaft besaß. Die „gute“ Erziehung wurde vom König, also von Außen, erzwungen. Diese Erziehung wäre auf der Basis von Druck und Angst geschehen, und ich glaube eine liebevolle Erziehung ist auf Basis von Angst nicht möglich. Ich bin mir aber nicht sicher, denn ich denke, dass eine BEziehung auf Basis von Angst sehr wohl möglich ist. Nämlich auf der Basis von Todesangst. Wieso dann nicht eine ERziehung?

    Antworten
    • georg

      Danke für deine Meinung Allison. Ja die Geschichte könnte wie ich finde aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Auf gesellschaftlicher Ebene ist es scheinbar gut für die Welt (Stadt), dass die Bewohner einen Anreiz haben sich Mühe bei der Erziehung zu geben und dadurch,über Generationen eine respektvolle, aufblühende Gesellschaft entsteht. Aus menschlicher Sicht, ist es wirklich traurig, schade und bedenklich, dass diese Mühe bei der Erziehung ihrer Kinder, nur durch Angst geschaffen wurde. Und aus objektiver realer Sicht, ist, wie du schon sagst eine liebevolle Erziehung nur aus Angst heraus nicht möglich.
      Ich denke jedoch genauso das eine BEziehung auf Basis von Angst möglich ist, dies geschieht leider nicht selten. Wobei der eine die Angst schürt und der andere die Angst spürt, dies ist für einen von beiden zerstörerisch. Eine Erziehung auf Basis von Angst wäre katastrophal für das oder die Kinder, wenn die Eltern die Angst schürenden sind. Dann wäre mir doch das Beispiel vom König lieber, der die Angst in den Eltern schürt und Sie somit bewusst auf eine gute Erziehung achten. Am schönsten wäre es sicherlich, wenn es keinen König und keiner Angst bedarf und die Eltern von ganz allein liebevoll glückliche Kinder erziehen, welche wiederum auf sich achten und selbst liebevolle glückliche Kinder erziehen. LG

      Antworten

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