Mein Körper & Ich 
(Ein Gastbeitrag. Die Autorin möchte anonym bleiben.)

Instinktiv habe ich Mein Körper & Ich geschrieben. Zufall?

Ein Spiegelbild meiner Empfindungen. Schon lange habe ich die
Kontrolle abgegeben. Mein Körper hat über meinen Verstand gesiegt.
Mein Körper bin Ich.

Zumindest empfinde ich so. Ich bin 1,72m groß und viel zu wenig, “wenig“. Ich bin eher zu viel. Und dieses zu viel verdrängt meinen Verstand. Jeden Tag.

Ich sage es so. Mein Verstand hat dazu gelernt. Längst bin ich den
fiesen Gedanken nicht mehr so ausgeliefert wie früher. Und dennoch
vergeht kein Tag, an dem ich ihm keine Beachtung schenke. Diesem
Körper, der jeden Tag für mein Überleben sorgt und in dem ich zu Hause
bin. Der Körper, den ich so sehr brauche und doch 364 Tage im Jahr so
sehr hasse.

Meine Mutter meint, ich hätte schon immer ein hübsches Gesicht gehabt.
Meine Oma meint das. Und auch mein Freund. Sie alle lieben diese eine
Konstante meines Körpers. Meine unveränderliche Stupsnase, die
Sommersprossen und meine Augen. Wie bei einer Disney-Prinzessin.
Zumindest sagt das mein Freund.

Doch der Rest meines Körpers ist so wandelbar wie das Wetter. Und
mindestens genauso wenig vorhersagbar.
Und ja ich weiß #SelfLove und so. Aber wisst ihr wie verdammt schwer
das ist? Wie verdammt schwer es ist, nur drei Tage hintereinander in
ein glückliches Spiegelbild zu schauen? Wie schwer es ist, sich selbst
zu lieben?

Und komme ich doch mal am Startpunkt der Zufriedenheitsgerade an,
spricht mein Freund davon, dass wir unbedingt mehr Sport machen müssen
und erklärt mir den Unterschied zwischen Idealgewicht und
Normalgewicht. Und dass obwohl mir mein Hausarzt eine Woche vorher
noch den Rat gegeben hat, einfach zu leben, weil ich kerngesund sei.
Wem soll ich glauben? Wie soll ich einfach leben?

Natürlich ist es wichtig, gesund zu leben. Gut zu seinem Körper zu
sein. Sich fit zu halten. Aber was schadet meinem Körper mehr?
Was ist, wenn ich einfach zufrieden wäre? Dankbar für jeden Tag? Froh
auf dieser Erde zu sein? Wenn ich heute anfangen würde, mein Leben zu
genießen? Ich zu sein. Ein ängstliches Mutwesen, das Lust aufs Leben
hat.

Oder ist es besser, einem Schönheitsideal hinterherzulaufen? Vollerein weiblicher Körper hinter matter scheibe
Hass in den Spiegel zu schauen, bis ich es erreicht habe? Mich nach
jedem Bissen Essen schlecht zu fühlen und im Kopf die Kalorien
durchzugehen, die mein Körper nun für mich schwachen Menschen
verarbeiten muss. Wenn mich nur der Hunger schön fühlen lässt.
Nein.

Ich glaube, dass mein Körper es verdient hat, gesund zu sein.

Und ja,
daran werde ich arbeiten. So gut ich kann. Ich werde meinen Körper
heute lieben. Denn zu ihm gehört mehr als der sichtbare Teil. Mein
Verstand ist auch Körper. Und ihn habe ich wohl am meisten
vernachlässigt. Zuerst wird nun mein Verstand gesund gemacht. Denn er
lässt mich strahlen, lachen, lieben und glücklich sein.

Verstand deine Zeit ist gekommen. Wir machen dich jetzt gesund.

Liebe Grüße, das ängstliche Mutwesen.

Bild von efes auf Pixabay

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Und wenn du Unterstützung auf deinem Weg der Weiterentwicklung haben oder dir generell Zeit ersparen möchtest oder dich in einer schwierigen Phase im Leben befindest, dann melde dich gerne unter Kontakt oder der Coaching-Seite und wir schauen wie wir dir helfen können.

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