Kurzgeschichte: Der Baum der menschlichen Erkenntnis

Georg Kirschstein

Mitten in einem indischen Dorf stand ein uralter, großer Baum, in dessen Schatten die Dorfbewohner ihre kleinen Plaudereien abhielten, Großeltern ihren Enkeln beim Spielen zusahen und hin und wieder Feste gefeiert wurden. Eines Tages pilgerte ein weiser, alter Mann durch das Dorf, setzte sich unter den Baum und verkündete, dass diesem uralten Baum magische Fähigkeiten inne wohnten.

“Alles, was ihr tun müsst, um die Magie des Baumes zu erfahren, ist nach Hause zu gehen und darüber nachzudenken, was für Probleme euch beschäftigen. Anschließend packt ihr eure Probleme in Pakete, bringt sie hier her und hängt sie in diesen mächtigen Baum. Dann wird er zu euch sprechen.”

Die Dorfbewohner eilten in ihre Häuser, wurden sich ihrer Sorgen und Nöte bewusst und verpackten sie anschließend sorgfältig in kleine Päckchen und größere Pakete. Kaum standen sie wieder unter dem Baum, sprach der alte Weise: “Eine Bedingung stellt der Baum. Habt ihr euer Paket dem Baum übergeben, müsst ihr ein anderes dafür mitnehmen. Das ist der Preis, den der Baum fordert.”

Die meisten Dorfbewohner zögerten nur kurz und gingen auf die Bedingung ein. Eifrig hingen sie ihre Sorgenpackete an einen der Zweige und nahmen dafür ein anderes mit. Gespannt eilten sie zurück in ihre Häuser und wickelten das erstandene Paket auf. Aber oh weh, dass was sie auspackten, war mindestens so unangenehm, wie die eigenen Päckchen und manche sogar weit schlimmer, als das, was sie weggegeben hatten. Schnell trugen sie die fremden Päckchen zurück und holte sich ihre eigenen, vertrauten Kümmernisse zurück.

Die meisten schenkten dem Baum ein Lächeln und bedankten sich.

Verfasser unbekannt

 

„Der Baum der menschlichen Erkenntnis“ ist eine wunderbare Kurzgeschichte die verdeutlicht, dass jeder Mensch mit Sorgen und Nöten zu kämpfen hat. Doch meist will uns unser Ego einreden, dass unsere Sorgen und Nöte ja die schlimmsten und schwersten sind. Sehen wir dann jedoch, womit andere Menschen zu hadern haben, können wir über unser eigenes Leid dankbar sein, denn manch einer, hat es noch viel schwieriger im Leben als man selbst.

Bild von BaumWie gehst du mit deinen Sorgen und Nöten in deinem Leben um? Gibst du ihnen viel Raum sich auszubreiten? Oder hast du Strategien in dein Leben integriert, sodass du dich eher auf das Positive konzentrierst?

Wir freuen uns, über deine Erfahrung zu hören! Hinterlass doch gerne einen Kommentar oder schreibe uns eine Nachricht über das Kontaktformular.

Falls dir diese Kurzgeschichte gefallen hat, dann wird dich sicher auch diese oder diese zum Nachdenken anregen. Und noch mehr Kurzgeschichten findest du hier. Viel Freude beim Durchstöbern und Lesen!

Alles Liebe, Georg.

 

 

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Autor

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Wie wahr. Jeder trage sein Kreuz.

    Antworten
  2. Anonymous

    super kurzgeschichte

    Antworten
  3. milfhunter

    hat mich sehr unterhalten

    Antworten

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