Die Grenzen unseres Verstandes – Kopf vs Herz

Georg Kirschstein

pferd an gartenstuhl gekettet grenzenexistieren oft nur in deinem kopf
Irgendwann einmal hatte er entschieden, seine Beziehung zum Herzen zu beenden und mehr mit den Ängsten zusammenzuarbeiten. Er lässt unseren Horizont schön klein und redet uns ein, „Das wird alles zu schwer sein“.

Wenn wir süchtig nach etwas sind, verliert er oft, gegen die Sucht.
Wollen wir aber unsere Träume angehen, so gewinnt er meistens gegen sie und setzt uns Grenzen, die es oft gar nicht einmal gibt.

Die Rede ist von unserem Verstand!

Hin und wieder zeigt er uns auch Grenzen, die vielleicht früher mal, gut für uns waren und die uns damals schützen sollten. Doch die wir schon lange nicht mehr brauchen und die uns heutzutage nur noch blockieren.

Doch der Verstand denkt oft nicht soweit. Er fühlt sich wohl zwischen den Ängsten und er zieht sie sofort heran, sobald dass Herz nach Veränderung ruft.

Er ist oft nur noch ein Gegenspieler unserer Ziele, Träume, Herzenswünsche und bringt uns die vielen wunderbaren Ausreden, unsere Wünsche nicht anzustreben. Er versucht ganz bewusst die Signale des Herzens und des Bauchgefühls zu vertuschen.

So als ob, er unsere Schnürsenkel festhält, um uns nicht losgehen zu lassen und uns zu sagen „lass es lieber, anstatt es zu wagen“.

Und so lässt er uns Wege gehen, die scheinbar bequemer aussehen. Doch sich im Nachhinein als unbequeme Kämpferrei entpuppen. Und oft sind diese Wege genau die entgegengesetzte Richtung zu unserem Glück.

Schon sehr lange war es mein großer Traum, mal nach Australien zu Reisen. Und genauso lange hatte ich auch die Zweifel des Verstandes, der mir sagte „Dafür brauchst du viel zu viel Geld,“ mehr Erfahrung“ , “ Das ist viel zu aufwändig“ , „Du sprichst doch nicht einmal gut englisch“ , „Die Zeiten sind schlechter geworden, heutzutage bekommst du nicht so leicht ein Visum für das Land“ , „Es ist bestimmt schwer dort einen Job zu finden“ , „Du verpasst vieles in Deutschland, wenn du dort bist“ , „Wie willst du das alles machen?“ usw…………

Am Ende siegte „dieses Mal“ jedoch mein Herz und es fühlte sich so befreiend an. Und alles war insgesamt relativ einfach gelaufen, bis auf die Auseinandersetzungen mit meinem Verstand und dem Ego hin und wieder. Heute weis ich, viel schwerer und anstrengender wäre es  gewesen, es nicht zu wagen und dauerhaft den Kampf zwischen Herz und Kopf ertragen zu müssen.

Dennoch, muss ich mir heute, den folgenden Leitsatz auch immer mal wieder vor Augen rufen.

Wenn du dich das nächste Mal dabei ertappst, zu sagen „das Leben ist ein Kampf“. Dann versuche mal,  genau hinzusehen, ob dein Leben momentan vielleicht, zu sehr vom Verstand geleitet wird. Und ob es vielleicht besser ist wieder zu trainieren mehr auf das Herz zu hören und einen kleinen unangenehmen Sprung über die Grenzen des Verstandes  zu wagen. Um viele andere, schleichende, unangenehme Dinge des allten Trotts zu verhindern und  danach wieder besser zu Leben und weniger kämpfen zu müssen.

Er hat aber auch seine Daseinsberechtigung, und kann hin und wieder auch recht nützlich sein – dieser Verstand.
Aber die Schultern werden immer schwerer, wenn wir ihm zu oft, zu viel Glauben schenken. Er ist nur ein Pförtner, der alles überwacht und nochmal prüft, aber wir behandeln ihn oft als Anker der uns Stabilität, Schutz, Sicherheit und Antworten geben soll. Doch das alles, auf einmal, kann er nicht, – und schon gar nicht, wenn er wieder einmal von Ängsten und falschen Glaubenssätzen manipuliert ist.

Vielmehr kannst du deinem Körper vertrauen, denn bei wirklich schlimmen Dingen, schützt uns unser Unterbewusstsein, – nicht unser Verstand.
Körper und Geist zusammen haben ihr eigenes Schutzsystem, das automatisch greift, wenn etwas gänzlich falsch läuft und uns gefährlich werden könnte. Dies passiert vollautomatisch und dieses Schutzsystem, kann der Verstand überhaupt nicht beeinflussen.

Meistens sind sie gar nicht reell, sie existieren nicht, – diese Grenzen, die er uns setzt, der Verstand.
Es sind oft alte Erfahrungen und falsche Glaubenssätze, wie zum Beispiel „Du kannst das nicht“ , „Das ist doch nur was für Spießer“ , „Dafür bist du zu schüchtern“ ,  „So was macht man nicht“ , „Du siehst nicht gut genug aus“ , „für so etwas bist du nicht gut genug, dass ist nur was für Andere“……………………………..

Der Verstand ist sehr manipulativ, deshalb glaubt er diese Sätze sehr schnell. Und zeichnet später sofort eine Grenze aus Ängsten, die es uns erschwert, weitere Schritte in Richtung, Erfüllung unserer Ziele und Herzenswünsche zu gehen.

Er missbraucht unsere Ängste, als Ausrede und Blockade für so ziemlich alles.

Überwinden wir jedoch öfter mal dieses Klammern und das blinde Vertrauen zum Verstand, dann kommen wir in ein neues, in ein höheres Level im Spiel des Lebens. Wir bekommen neue Lebensreize und wieder mehr Selbstvertrauen und Antrieb nach vorne. Und auch der ständige innere Kampf zwischen Kopf und Herz verstummt allmählich in dieser Zeit.
Es ist wieder mehr Gefühl und mehr Platz da auf die inneren Impulse unseres Herzens und des Bauchgefühls zu hören und mit Ihnen wieder „wirklich“ sicherer und leichter durchs Leben zu gehen.

Wir lernen den Verstand, als einen Partner zu sehen, den man gern hat und der sich nun von den Ängsten gelöst hat und jetzt wieder mehr, mit unserem Herzen in Einklang ist.

Den Verstand zu kennen, einzuschätzen und zu bändigen ist ein riesiger Schritt, bei der Bewältigung seiner Ängste. Und ein großer Schritt, zum Angehen seiner Träume und Herzenswünsche.
Denn, er ist nicht böse, dieser Verstand und wenn er wieder mehr mit dem Herzen zusammenarbeitet, dann stehen auch die Ängste alleine da und können viel einfacher erkannt, bearbeitet und überwunden werden. Ohne das der Verstand sich ständig einmischt. Und ohne den Verstand, sind die Ängste, auch nur noch halb so groß und die Grenzen werden allmählich wieder überwindbarer.

Wenn Herz – Bauch und Verstand „Nein“ zu etwas sagen, „tuh das besser nicht“ dann kannst du dich absolut darauf verlassen und solltest es auch nicht tun.
Wenn, aber dein Bauchgefühl und dein Herz, etwas anderes als der Verstand wollen. Dann dreh den Spieß einfach um und sei selbst der Pförtner und überprüfe den Verstand, ob er immer noch von Ängsten und falschen Glaubenssätzen umgeben ist, oder ob er dich wirklich vor etwas schützen möchte!?

Und dann frage dich noch einmal „ist das wirklich wahr?“ Was der Verstand dir sagt? Kannst du dir absolut sicher sein, dass der Verstand richtig liegt?

Eine Sucht kann problemlos den Verstand überwinden und austricksen. Und wir können das genauso einfach ohne Sucht und auf gesunde, positive Art und Weise. Doch noch besser und gesünder ist es, ihn wieder richtig zu verwenden und mit unserem Herzen zu verknüpfen. Dann muss das Leben auch kein ständiger blick auf falsche Grenzen und kein immer wiederkehrender Kampf zwischen Kopf und Herz mehr sein.

Sondern vielmehr ein wunderbares auf und ab, dass sich wie ein Fluss seinen besten Weg sucht und dabei auch mal Steine aus dem Weg spült, ohne groß kämpfen zu müssen.

Denke daran –

Die meisten Grenzen, existieren nur in deinem Kopf!

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1 Kommentar

  1. Avatar

    Guten Tag bzw, eher gute Nacht!

    Eigentlich war ich nur auf der Suche nach diesem Bild mit dem Pferd für einen Beitrag in meinem eigenen Blog. Leider scheint es das Bild nicht ohne Rechtschreibefehler zu geben.
    Dafür bin ich auf diesen wirklich interessanten Blog hier gestoßen.

    Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit selbst immer verstärkt die Erfahrung gemacht, dass es für mich besser ist, auf mein Bauchgefühl zu hören. Eine Verstandsentscheidung kann ich alleine schon deswegen nicht ohne Zustimmung des Herzens treffen, weil ich mich als Konsequenz total mies damit fühlen würde, ich hätte immer dieses quälende Gefühl, etwas ist falsch. Da falle ich lieber mit einer Bauchentscheidung auf die Fresse.

    Dennoch sollte man den Verstand nicht gänzlich ausschalten. Du schreibst von unseren angeborenen Mechanismen: Angriff oder Flucht… oder Totstellen. Der Mechanismus ist entscheidend in tatsächlichen Gefahrensituationen. Leider springt der Mechanismus aber auch in weniger gefährlichen Situationen an, in denen man mit Verstand weiter käme. Anders gesagt, fürher war dieser Mechanismus ausschließlich funktionell. Heute ist es das nicht immer aber er ist immernoch da und lässt sich nicht so leicht ausschalten – nur bewusst. Beispiel wäre ein Vorstellungsgespräch oder eine bevorstehende Präsentation. Man hat Panik, ein Fluchtinstinkt wird aktiviert, dabei hilft der nicht weiter. Besser ist es, tief durch zu atmen und sich bewusst in den Verstand zu rufen, dass negative Gedanken nicht helfen, dass man gut vorbereitet ist und dass man nur durch die Nervosität gelähmt ist, aber nicht durch tatsächliche Todesgefahr. Oder man denke an einen Streit. Man ist autmatisch im Kapfmodus, sollte aber auch da lieber erstmal tief durch atmen, ruhig bleiben und sachlich argumentieren und nicht gleich emotional drauf los donnern.

    In meinem Beitrag „Bist du der Mensch der du sein willst?“ schreibe ich auch über Grenzen im Kopf und wie man an sich selber arbeiten kann, wenn man diese Grenzen überwindet: https://reisemeineslebens.wordpress.com/2016/05/29/bist-du-der-mensch-der-du-sein-willst/

    Auch habe ich noch weitere Artikel zum Thema „sich Dinge trauen“ etc. Vielleicht schreibe ich auch nochmal etwas über Herz vs. Verstand. Danke für die Inspiration! Aber erstmal brauche ich ein anständiges Foto vom Pferd ohne Rechtschreibefehler 😀

    Beste Grüße
    psicake

    Antworten

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