Lebensfreude vertiefen durch Vergebung 

Tina

Vergebung als wichtigen Schritt in der persönlichen Entwicklung

Foto von FreundenVergebung ist einer der wichtigsten und wertvollsten Schritte in deiner persönlichen Entwicklung, um alte emotionale Wunden zu heilen und in deine Schöpferkraft zu treten. Mit Vergebung lenkst du deinen Fokus raus aus der Opferrolle und rein in die gegenwärtige Kraft und Lebensfreude, die in dir steckt. 

Ein Teil in dir, der in der Psychologie das Ego genannt wird, wehrt sich jedoch stark gegen diesen wertvollen Schritt. Dein Ego will in der Schuldzuweisung bleiben, will in der Angst und im Selbstmitleid bleiben. Denn diese Qualitäten gehören dem Ego. Und sobald du vergibst, sobald du die Entscheidung triffst, in Eigenverantwortung zu treten, stirbt das Ego. Genau aus diesem Grund fällt es uns oft so schwer, wirklich zu vergeben und wirklich mit der Vergangenheit abzuschließen. 

Doch sobald wir das tun, können wir endlich die Lebensqualität genießen, die uns allen zusteht. Du hast also die Wahl: bleibst du in Schuldzuweisungen und in der Opferrolle oder gehst du den Weg der Vergebung und letztendlich den Weg des inneren Friedens und der puren Lebensfreude?

Der Weg der Vergebung

Bewusstseins-Shift von der Opferrolle in die Eigenverantwortung

Vergebung geschieht nicht über Nacht. Es kann ein langer Prozess sein und fängt mit einer klaren Bewusstmachung und Entscheidung an. Wie viele Menschen kennen wir, die im Opfermodus und Mangeldenken feststecken. Sie nörgeln und haben die Überzeugung, dass das ganze Lebens ungerecht ist. Diese Kategorie Mensch hat das Gefühl, dass alles und jeder gegen sie ist und dass jeder ihnen nur Böses will. Mit dieser Ausrichtung wird alles, was in der Vergangenheit geschehen ist und alles, was noch passieren wird, als negativ interpretiert. In diesem (gerade sehr verallgemeinert und überspitzt dargestellten) Mindset, kann ein erfülltes und zufriedenes Leben nicht stattfinden. Doch das ist doch das, was wir letztendlich alle wollen: Zufriedenheit, Glückseligkeit und liebevolle Beziehungen mit Menschen, die uns nahe stehen.

Also der erste Schritt ist der Umbruch des eigenen Denkens und Fühlens. Raus aus der Opferrolle und Schuldzuweisung, rein in die Eigenverantwortung und Schöpferkraft. Wichtig dabei ist, dass du diesen Schritt nicht nur rational verstehst und ihn wie auf einer To-Do-Liste abhakst, sondern ihn auch auf Gefühlsebene durchläuft. Dein Herz und sowie dein Verstand müssen beide auf Vergebung ausgerichtet sein, um wirklich vergeben zu können. Und schon allein das, kann einer längerer Prozess sein, bei dem höchstwahrscheinlich viele Widerstände und Zweifel aufkommen werden. Denn wie schon gesagt, das Ego wird sich gegen Vergebung mit allen seiner Mittel wehren. 

Du hast die Wahl, wie du mit Schicksalschlägen umgehst

Schicksalschläge können eine wundervolle Transformation auslösen, sofern man es jedoch zulässt. Du hast die Wahl, wie du mit schmerzvollen Erfahrungen aus der Vergangenheit umgehst. Denn schlimm genug, dass dir etwas passiert ist, was dich verletzt und eventuell tiefe emotionale Wunden hinterlassen hat, doch es macht keinen Sinn, sich sein ganzes Leben deshalb klein zu halten, die Erfahrung immer und wieder in Gedanken zu wiederholen und immer wieder in den selben Schmerz zu gehen, ohne ihn letztendlich und für immer aufzulösen. Du hast die Wahl heute in der Gegenwart wie viel Aufmerksamkeit und Macht du dieser Erfahrung aus der Vergangenheit gibst. Nichts ist schlimmer, als die alten Wunden immer und immer wieder neu aufzukratzen.

Natürlich gibt es Erfahrungen, die einfach falsch waren. Bei dem Prozess der Vergebung geht es nicht darum, etwas zu rechtfertigen oder etwas schön zu reden. Ganz im Gegenteil. Es gibt einfach Dinge, die uns als Mensch passieren können, die schlichtweg falsch sind.

Doch du hast hier die Wahl, wie du mit dieser Erfahrung umgehst. Du kannst der Erfahrung erlauben, das sie dein ganzes Leben zerstört. Oder du gehst den Weg der Vergebung und erlaubst der Erfahrung, dass sie stattgefunden hat und dass sie dich letztendlich ungemein stark, selbstbewusst und kraftvoll macht. 

Eine schöne Affirmation, die dich bei diesem Schritt unterstützen kann:

Ich habe diese Erfahrung gemacht und ich wähle jetzt selbst, wie ich mit dieser Erfahrung umgehe.

Was kannst du daraus lernen?

Die meisten Menschen, die besonders erfolgreich im Leben sind und eine gewisse Willenskraft und Stärke ausstrahlen, sind die, die eine schwierige Kindheit hatten oder schwere Schicksalsschläge durch machen mussten. Sie sehen jedoch ihre Vergangenheit als ihr größtes Asset, denn sie haben ihr WARUM gefunden. 

Wenn du deinen Prozess der Vergebung mit den richtigen Fragen begleitest, kannst du aus deinen schmerzhaften Erfahrungen viel Verständnis und Kraft ziehen. 

Anstatt auf die Vergangenheit aus der Position des “armen, selbst bemitleidenden Ichs” zu schauen, kannst du dem Warum eine tiefere Bedeutung geben. Was kannst du aus der Erfahrung lernen? Was kannst du für dich mitnehmen? Diese neue Sicht auf die Dinge schaffst du nur, wenn du den vorherigen Schritt des Bewusstseins-Shifts durchlaufen bist. Diese tiefe Bedeutung des Warums wirst du nicht erfahren, wenn du noch in der Opferrolle steckst. Du musst dich zuvor lösen. Dann können Fragen, wie “Was lehrt mich diese Erfahrung, auch wenn sie so schmerzhaft war?” dich wirklich im Herzen und im Verstand erreichen. 

Die Botschaft, die dahinter steckt 

Sobald du beginnst, deinen schmerzhaften Erfahrungen eine neue tiefere Bedeutung zu geben, kannst du ganz anders mit ihnen umgehen. Genau das passiert auch, wenn du jeden Menschen, der in dein Leben tritt, als Botschafter oder Lehrer ansiehst. So bekommen aktuelle Beziehungen in deinem Leben eine höhere Relevanz und jede neue Begegnung kannst du mit mehr Neugier und Wertschätzung entgegen treten. Aber auch Beziehungen aus der Vergangenheit, die eventuell emotionale Wunden hinterlassen haben, kannst du mit anderen Augen betrachten. Denn gerade die Menschen, die uns am meisten verletzen oder mit denen wir eine toxische Beziehung führen, können uns am meisten lehren, uns letztendlich wachrütteln und uns in unsere volle Kraft bringen. Jedoch nur, sofern wir bereit sind, sie mit anderen Augen wahrzunehmen. 

Distanz schafft Nähe

Um eine Person oder eine Erfahrung mit anderen Augen wahrzunehmen, braucht es den Schritt der Distanzierung. Sobald du es schaffst, dich physisch und emotional von der Situation oder Person zu lösen, und du bereit bist, aus einer distanzierten Position darauf zu blicken, kann Vergebung leichter stattfinden. Auch dieser Prozess braucht Zeit und Geduld. Manchmal hilft es, für einen bestimmten Zeitraum auf Abstand zu gehen, andere Erfahrungen zu sammeln und der damaligen Erfahrung den Rücken zu kehren. Doch die Strategie der Verdrängung hält nicht für lang. Transformation geschieht nur, wenn du dich deinen Themen und deiner Vergangenheit stellst. Daher ist Distanz und Abstand für eine gewisse Zeitspanne hilfreich, um selbst zu Kräften zu kommen, doch sollte letztendlich wieder aufgehoben werden. 

Mit Vergebung kannst du die Vergangenheit abschließen und Nähe zu dir selbst und zu deinem Umfeld im Hier und Jetzt kreieren. 

Einen Abschluss im Vergeben finden

Kann die Vergebungsarbeit jemals abgeschlossen werden? Es werden immer wieder Auslöser in dein Leben kommen, die dich an frühere Ereignisse erinnern werden. Du hast somit ständig die Gelegenheit, zu schauen, wie weit du auf deinem Weg der wahrhaftigen Vergebung bist. Triggert dich eine Situation oder eine Person, dann kannst du dich fragen, ob du wirklich schon am Kern der Vergebung der Vergangenheit angekommen ist. Der Heilungsprozess ist ein langer, womöglich sogar lebenslanger Weg, denn nicht nur du als Individuum hast viel Schmerz und Leid in deinem Leben erfahren müssen, auch unsere Vorfahren haben gelitten und diese kleinen und großen Traumas an nächste Generationen weitergegeben. Genau deshalb ist der Weg der Vergebung und der Weg der Heilung so wichtig. Nicht nur für dich persönlich, sondern für die Gesellschaft, für das Kollektiv. Mit der Vergebung lösen wir eine Kettenreaktion aus, die eine wundervolle Transformation mit sich bringt. 

 

Ich hoffe dieser Einblick in meine Gedankenwelt und das Teilen meiner bisherigen Erfahrungen mit Vergebung haben in dir Interesse und das Bedürfnis ausgelöst, alte Wunden zu heilen und bestimmten Menschen zu vergeben. Ich könnte natürlich noch mehr zu diesem Thema schreiben, doch das würde eventuell den Rahmen sprengen (bei hoher Resonanz werden wir das Thema Vergebung hier auf Menschenfreund noch vertiefen). 

Sei dir bewusst, dass wie bei allen anderen Heilungsprozesse auch dieser mit professioneller Hilfe begleitet werden kann. 

 

Wir freuen uns über einen Austausch mit dir. Welche kraftvollen Übungen kennst du, die andere auf dem Weg der Vergebung helfen können? Wem hast du beziehungsweise wem möchtest du gerne noch in deinem Leben vergeben? Was hält dich noch zurück? Hinterlass doch gerne einen Kommentar oder schreibe uns eine Nachricht über das Kontaktformular.

 

Mit Liebe, Tina.

 

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Und wenn du Unterstützung auf deinem Weg der Weiterentwicklung haben oder dir generell Zeit ersparen möchtest oder dich in einer schwierigen Phase im Leben befindest, dann melde dich gerne unter Kontakt oder der Coaching-Seite und wir schauen wie wir dir helfen können.

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